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AUGUST-BOECKH-ANTIKEZENTRUM

Friedrich Adolf Trendelenburg

Friedrich Adolf Trendelenburg

 

Porträt von Friedrich Adolf Trendelenburg
Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin

Rektor 1845/46  1856/57  1863/64  

* 30. 11. 1802 Eutin
† 24. 01. 1872 Berlin

Philosoph

1833 ao. Professor für Philosophie in Berlin

1837 Professor für praktische Philosophie in Berlin

1846 Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften

1849 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
 
Friedrich Trendelenburg studierte ab 1822 klassische Philologie, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Kiel, Leipzig und Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten Friedrich Christoph Dahlmann, August Boeckh, Friedrich Schleiermacher und Friedrich Hegel. Er wurde im Jahre 1826 an der Berliner Universität promoviert.

Von 1826 bis 1833 war er als Privatlehrer in Frankfurt am Main beim Schwager des preußischen Kultusministers Karl vom Stein zum Altenstein tätig. Die Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität berief Trendelenburg 1833 zum außerordentlichen Professor für Philosophie. Neben der Professur war er im Kultusministerium bei Altenstein bis zu seiner Ernennung als ordentlicher Professor tätig. Die Berufung zum ordentlichen Professor in Berlin erfolgte 1837. Von 1835 bis 1872 war er Mitglied der königlichen wissenschaftlichen Prüfungskommission, zeitweilig deren Direktor. Trendelenburg schuf ein wesentlich an Aristoteles anknüpfendes System der Logik und Erkenntnislehre. Die Schriften „Die sittliche Idee des Rechts“ von 1894 und die „Historischen Beiträge zur Philosophie“ aus dem Jahre 1846 nahmen Einfluss auf die preußische Hochschulpolitik. Gemeinsam mit Friedrich Altenstein erschien 1843 „Die logische Frage in Hegel's System. Zwei Streitschriften“. Trendelenburgs Hauptwerk von 1840 hat „Logische Untersuchungen“ zum Gegenstand. Als Hochschullehrer hielt Trendelenburg als einer der ersten neben Vorlesungen auch philosophische Übungen ab. Rektor der Berliner Universität war er insgesamt dreimal. Im Studienjahr 1856/57 sprach Trendelenburg beim Antritt seines Rektorats über “Die überkommenen Aufgaben unserer Universität“. Ordentliches Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften war er ab 1846 und ab 1847 der Sekretär der Philosophisch-historischen Klasse. Mitglied der Friedensklasse des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste  war er im Jahre 1872.